Ihr habt eure grobe Hochzeitsplanung abgeschlossen und euch bereits für eine Location und einen Rahmen für euren großen Tag entschieden und die wichtigsten Dienstleister*innen sind gebucht? Das sollte im besten Fall ca. 12-8 Monate vor eurem Hochzeitsdatum sein.
Dann kommen hier wichtige kleine und große Details, die du auf keinen Fall vergessen solltest bei deiner Hochzeitsplanung:
Bleibt bei euch und nicht bei aktuellen Trends
Bei so viel Input und Inspiration von außen, vergessen wir manchmal die Innenschau. Darum empfehle ich euch von Herzen: Fühlt immer wieder in euch hinein: Ist das, was wir wollen und fühlen? Stellen wir uns dieses Detail so vor oder denken wir wir müssten eine perfekte Pinterest Hochzeit abliefern? Ihr dürft an diesem Tag eure Wünsche an allererste Stelle stellen!
Hochzeitsoutfit früh genug besorgen
Bei der Bestellung von Hochzeitsoutfits im Spezialgeschäft ist es normal, dass die Lieferung bis zu 6 Monate dauern kann. Schnapp dir also früh genug deine Besties und stürmt die Hochzeitsboutique.
Einladungen rechtzeitig verschicken
Je nachdem, wie das Leben eurer Gäste gerade aussieht und wo sie ihr zuhause gefunden haben, ist es sinnvoll Hochzeitseinladungen spätestens 6 Monate vor dem Datum abzuschicken. Solltet ihr im Ausland feiern wollen, wäre eine Einladung 10-12 Monate vorher sinnvoll, da die Anreise rechtzeitig organisiert werden muss.
Stimmigen Zeitplan entwickeln
Bei der Hochzeitsplanung im Vorfeld solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr genügend Pausen einplant, die jedoch nicht zu lang sind. Eure Gäste (und ihr auch!) sollten Zeit zum durchatmen haben zwischen Trauung und dem weiteren Programm, sich jedoch auf keinen Fall langweilen. Und vergesst nicht vor den Feierlichkeiten ausreichend Zeit für Styling und letzte Handgriffe einzuplanen, denn wer möchte schon gestresst in seine Hochzeitsfeier starten?
Transparentes Programm
Teilt euren Gästen unbedingt mit, wie der Timetable für den Tag aussieht, sodass sich niemand fragen muss wo ihr seid. Diesen bereits in der Einladung darzustellen ist auch eine viel genutzte Möglichkeit.
Nicht zu viel Programm und Reden einplanen
Eine Aufgabe, die ihr auch super delegieren könnt: bitte sorgt dafür, dass Tante XY nicht eine halbe Stunde redet und ein klamaukiges Spiel nach dem anderen initiiert wird. Das Programm darf kreativ, aber nicht zu langatmig nach euren persönlichen Vorlieben gestaltet sein. Klare Kommunikation im Vorfeld hilft auch hier Missverständnisse bei der Hochzeitsplanung zu vermeiden.
Kinderbeschäftigung
Wenn die kleinsten Gäste sich langweilen und nicht gesehen fühlen, wird es vor allem für die Eltern stressig und es verbreitet große Unruhe. Es gibt viele tolle Ideen, wie die Kinder während eurer Feier beschäftigt werden können, ohne dass ihr wahnsinnig viel Geld investieren müsst. Wie wäre es z.B. mit einem Hochzeitsmalbuch oder einer Sticker-Station? Auch Old School Outdoorspiele wie Gummitwist, Sackhüpfen, Dosenwerfen etc. sind eine tolle Möglichkeit und auch für Erwachsene ein großer Spaß. Für die größeren Kinder könnte eine Art Detektivspiel für Abwechslung sorgen, mit Aufgaben im Stil von „Wie viele Männer mit Brille / Frauen in lila Kleidern sind heute hier?“ oder „Wie viele Treppenstufen sind es bis zur Toilette?“.
Ältere Verwandte
Bedenke, dass eure älteren Gäste ausreichend Sitzmöglichkeiten benötigen und evtl. nicht so sehr auf laute Musik stehen. Habt ihr eine Sommerhochzeit geplant, könnt ihr außerdem jemand in eurem Umfeld damit beauftragen für Schatten und ausreichendes Trinkwasser zu sorgen.
Essen für die Dienstleister
Eure Fotografin oder euer DJ werden euch vermutlich den ganzen Tag begleiten und sind daher nicht zu vergessen bei der Essensplanung. Sie sollen genauso essen wie eure Gäste und satt und glücklich durch den Tag gehen. Bei der Sitzordnung müsst ihr sie allerdings nicht bedenken, es genügt, wenn etwas abseits ein kleiner Tisch / Stehtisch zur Verfügung steht, ihr wollt eure Hochzeitsplanung ja nicht unnötig verkomplizieren.
Finanzen im Blick behalten
Natürlich gibt es unzählige Gestaltungsmöglichkeiten, um eure Traumhochzeit zu kreieren. Es ist jedoch enorm hilfreich, wenn ihr ganz zu Beginn ein Budget festlegt und dieses zwischendurch immer wieder abgleicht mit euren Buchungen und Einkäufen. Eine übersichtliche Liste ist mit Sicherheit eurer wichtigstes Tool dafür während der gesamten Hochzeitsplanung.
DIY ist nicht immer günstiger
Gerade die vermeintlich kleinen Dinge sind es, die euer Budget (und eure Geduld) sprengen. Sollen selbstgemachte liebevolle Details hochwertig aussehen und den Tag über halten, kosten auch die Materialien dafür meist mehr, als ihr denkt. Ich empfehle also einen guten Mix aus DIY und Gekauftem und auch hier eine realistische Zeitplanung (denn 100 Gastgeschenke selbst zu gestalten, kostet viel Zeit!).
Freunde einplanen, aber nicht verplanen
Eure Freunde und Trauzeugen, Geschwister oder sonstige Vertraute, sind sicherlich gerne ein aktiver Part in eurer Hochzeitsplanung und -durchführung (und damit das persönliche Herz der Feier), achtet aber darauf, dass es für eure Lieben nicht in Stress ausartet. Auch sie sollen eure Feier genießen können.
Alle Gäste begrüßen und wertschätzen
Bei allem, was an diesem wunderbaren Tag geplant ist, passiert es schnell, dass wir mit einzelnen Gästen gar nicht ins Gespräch kommen. Das ist auch nicht schlimm, dennoch sollte eine kleine Begrüßung, ein kurzes persönliches Wort als Zeichen der Wertschätzung unbedingt Teil des Tages sein. Bei all der Hochzeitsplanung, geht es ja schließlich um die Liebe 😉
Eure Wünsche für den großen Tag vorher besprechen
Vor allem mit Eltern und Trauzeugen ist es wichtig schon im Vorfeld Grenzen zu ziehen und konkrete Wünsche zu äußern. Das wird euch am Tag selbst Loyalitätskonflikte und Schuldgefühle ersparen.
Das Wetter bedenken
Vor allem bei Hochzeiten, die draußen geplant werden, ist es unerlässlich einen Plan B für schlechtes Wetter zu haben und auch Maßnahmen für zu große Hitze. Denkt also an Sonnenschirme, Sonnencreme und Regenschutz.
Vegetarierer / Veganer und Allergien mit einplanen
Vergesst bei der Hochzeitsplanung des Essens nicht die individuellen Bedürfnisse eurer Gäste, denn wer möchte schon auf einer Hochzeit hungern?
Musikstil absprechen
Erstellt am besten eine Wunsch- und eine No-Go-Liste von Songs und Musikstilen und übermittelt sie frühzeitig, dem /der Verantwortlichen. Außerdem solltet ihr euch überlegen, welche Funktion die Musik wann haben soll. Soll sie im Hintergrund Gespräche begleiten oder dafür sorgen, dass eure Gäste die Tanzfläche stürmen?
Zeit für euch einplanen
Es ist euer Tag! Ihr zelebriert eure einzigartige, tiefe Liebe! Nehmt euch im Laufe des Tages immer wieder kurze Momente zum einchecken und zu zweit genießen. Erfahrungsgemäß geht das besser, wenn ihr es euch explizit vorgenommen habt.
Mit diesen Tipps seid ihr gut gerüstet für eure Hochzeitsplanung. Ich wünsche euch vor allem viel Freude dabei!
Von Herzen,
Frauke